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Ausmisten Teil 1 – Ein Jahr vor dem Bau

Wie viel Stauraum braucht man eigentlich, wenn man in einem Tiny House lebt? Ich denke, diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Wer viele Sachen hat, braucht auch viel Platz. Wer sich von diesen Dingen nicht trennen kann, braucht noch mehr Platz. Um herauszufinden, wie viel Platz ich persönlich brauche, habe ich ein Jahr vor Baubeginn meines Mini Tiny Houses damit angefangen, mal auszumisten. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Eine Woche Sachen sortieren

Mein Ausmisten* hat eine Woche gedauert. Natürlich habe ich nicht den ganzen Tag nichts anderes gemacht. Ich habe einfach jeden Tag ein bisschen was gemacht. Meine Bastelsachen, die größtenteils seit Jahren schon ungenutzt herumliegen, habe ich aus vielen Ecken über Tage zusammengesucht und nur noch das behalten, was ich auch wirklich benutze. Den Rest habe ich an eine Erzieherin und eine Betreuerin in einer Schule weitergegeben. Die konnten all diesen Kram brauchen. Bei mir entstand dadurch sehr viel Platz. Meine riesige Bastelschublade ist bedeutend leerer und sie gefällt mir sehr gut so.

Außerdem habe ich ein bisschen alte Technik rausgeworfen. Da war mein altes Tablet, das nur noch mit Dauerstrom betrieben werden konnte. Ich nutze es nicht, warum soll es dann blöd in der Schublade rumliegen? Auch mein Campingkocher musste gehen, meine Wanderkiste wurde ausgemistet und minimiert, meine DVD-Sammlung sortiert und für die Weitergabe an jemanden vorbereitet und mental habe ich mich von einigen Klamotten getrennt. Praktisch noch nicht, da es sich um Winterjacken handelt und man die im Frühjahr einfach nicht los wird.

Verschenkt und verkauft

Bei vielen meiner Sachen war ich froh, wenn sie Abnehmer fanden. Ich wollte sie loswerden, darum habe ich sie verschenkt. Einiges habe ich auf ebay eingestellt und es ist erstaunlich, was sich dort alles verkaufen lässt. Mein defektes Tablet ging genauso weg, wie mein Campingkocher. Ein mobiles Solarmodul, das heute schon gar nicht mehr produziert wird, hatte viele Interessenten und sogar gebrauchte Ölkreiden waren begehrt. Unglaublich, was sich dort verkaufen lässt! In kürzester Zeit hatte ich knapp 300 Euro verdient. Das sind drei Fenster für das Tiny House. Ja, ich rechne das so. Allerdings muss ich mir das abgewöhnen, denn wenn ich so rechne, habe ich längst alle Fenster zusammengespart.

Ich habe einen Teil dieses Geldes direkt auf ebay wieder ausgegeben. Das ist zwar grundsätzlich nicht die Absicht gewesen, denn ich will ja nächstes Jahr bauen und deswegen dieses Jahr besonders viel sparen, aber ich brauche einen eReader. Denn meine Bücher, die ich aus Gründen der Lagerung noch nicht aussortiert habe, nehme ich größtenteils nicht mit ins Tiny House. Und ich will auch keine neuen anschaffen. Auf ebay habe ich mir also einen eReader gekauft, der viele Bücher aufnehmen kann, selbst aber kaum Platz braucht. Und durch die Onleihe kann ich mir den Kauf der Bücher sparen, die ich sonst in diesem Jahr gekauft hätte.

Mehr Platz, weniger Stauraum

Die erste Phase des Ausmistens ist fast abgeschlossen. Ein paar Dinge liegen noch rum, die auf ebay verkauft werden sollen. Mental habe ich mich schon von ihnen getrennt. Und es sind weitere Dinge bereits aussortiert, die ich bloß noch nicht an den Mann respektive an die Frau gebracht habe. Ein sehr befreiendes Gefühl, den Kram loszuwerden, den man schon seit Jahren nicht mehr nutzt. Ich freue mich schon auf den nächsten Schwung, wenn ich noch mehr Platz schaffen kann und noch mehr Dinge loswerde, die ich nicht behalten will. Mal sehen, ob es dann wieder so gut läuft.


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