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Mein eBook Reader und ich

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Ich denke, ich habe in der Vergangenheit oft genug erwähnt, dass ich gerne lese. Bücher sind für mich ein wichtiges Element und gehören zu meinem Alltag dazu. Ich habe schon als Kind von einer eigenen Bibliothek im Haus geträumt. Und trotzdem noch nie in meinem Leben ein Bücherregal besessen. Meine Bücher mussten sich immer mit Alternativen begnügen. Einige Zeit waren sie sogar meine Matratzenunterlage. Auf Büchern schlafen, das war echt schön.

Jetzt habe ich ein neues Kapitel des Lesens begonnen und mir einen eBook Reader besorgt. Als Buchliebhaber der alten Schule musste ich lange darauf warten, bis ich mich mit diesem Gedanken anfreunden konnte.

Inhaltsverzeichnis

Warum musste es ein eBook Reader sein?

Bücherstapel und ein eBook Reader
Bild von janeb13 auf Pixabay

Ich möchte ein Tiny House bauen und darin leben. Platz für Bücher ist da nicht viel. Klar, es gibt Tiny Houses mit Bibliothek, aber ich brauche allein schon für mein Arbeitszimmer viel Platz und die Vorstellung, zwischen Büchern eingepfercht zu sein, gefällt mir nicht.

Ich kaufe mir die meisten Bücher gebraucht und gebe sie nach einmaligem Lesen weiter. Entsprechend wächst meine Bibliothek gar nicht so sehr, wie ich mir das wünschen würde.

Und schließlich sind eBooks einfach günstiger und umweltfreundlicher – sofern man genug liest. Erst ab 30 Büchern im Jahr lohnt sich die Anschaffung eines eBook Readers in Bezug auf den Umweltschutz. Denn natürlich braucht die Herstellung für das digitale Gerät bereits sehr viel Strom, Wasser und Ressourcen. Aber die 30 Bücher schaffe ich problemlos.

Kurz gesagt, wenn ich bald schon keinen Platz mehr haben werde, um mir den Traum einer eigenen Bibliothek zu erfüllen, dann möchte ich mir zumindest eine digitale Bibliothek aufbauen, die in jedes Tiny House passt. Und deswegen habe ich mir einen eBook Reader zugelegt.

Um zu testen, ob ich mit dem digitalen Buch ohne den Geruch nach Druckerschwärze und Papier überhaupt zurechtkomme, habe ich mir einen alten eBook Reader von Sony ausgeliehen, den es heute nicht mehr gibt. Ich musste auf die Bücher zugreifen, die bereits auf dem Gerät waren, denn neue kaufen konnte ich damit nicht. Insofern kam es für mich auch nicht infrage, genau diesen eBook Reader gebraucht zu kaufen. Aber das eine Buch, dessen Inhalt und Titel ich längst wieder vergessen habe, war eine hilfreiche Stütze bei der Entscheidung, ob ich überhaupt einen eBook Reader haben möchte.

Mein Tolino Shine 3

Am Ende habe ich mich recht schnell dazu entschieden, einen Tolino zu kaufen. Das unterstützt den deutschen Buchhandel und ist ein offenes System. Das heißt, ich kann bei vielen verschiedenen Buchhändlern einkaufen und mir sogar Bücher ausleihen. Diese beiden Punkte sind mir sehr wichtig. Ich wollte mich nicht an einen einzigen Vertriebskanal binden. Dass es kein Kindle von Amazon werden würde, stand also schon von Beginn an fest.

Meinen Tolino Shine 3 habe ich schließlich gebraucht über Ebay gekauft. Er war ein wenig günstiger und erfüllt seine Aufgaben bisher ausgesprochen zuverlässig. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch einen größeren Tolino wählen sollte, damit ich den eBook Reader bequemer mit einer Hand halten kann. Aber ich bin sehr zufrieden mit der kleinen Größe.

Der Tolino kann im Grunde nichts Besonderes und sticht mit seinen Funktionen nicht aus der Masse der eBook Reader hervor. Insofern gibt es gar nicht viel zu diesem speziellen Modell zu sagen, außer, dass ich für mich die richtige Wahl getroffen habe.

Technische Aspekte von eBook Readern

eBook Reader funktionieren prinzipiell fast alle mit derselben Technik. Sie haben ein E Ink Display. Anders als an einem Smartphone, Computer oder dergleichen, zeigen diese Displays keine Farben an, obwohl es hier bereits Fortschritte in der Entwicklung gibt. Das Display ist gefüllt mit weißen und schwarzen Pixeln. Jedes mal, wenn eine Seite umgeblättert wird, verändern sich die Pixel und das Bild wechselt. Und nur in diesen Momenten braucht der eBook Reader Strom. Deswegen ist die Akkulaufzeit von eBook Readern auch so beeindruckend. Sobald man allerdings eine Hintergrundbeleuchtung nutzt, braucht diese selbstverständlich auch Strom. Insofern hält der Akku zwar immer noch erstaunlich lange, aber eben doch nicht ganz so lange.

Je nach Modell ist es möglich, im Internet zu surfen, auch ohne WLAN, und sich dort nicht nur zu informieren, sondern auch Bücher zu kaufen. Spaß macht das mit einem E Ink Display allerdings nicht. Denn dieses reagiert verzögert und langsam. Zum Lesen ist das gut, zum Surfen nimmt man doch besser das Smartphone mit dem kleineren, bunten Display.

Geladen wird ein eBook Reader über ein Kabel, welches mit dem Computer oder durch ein passendes Netzteil mit der Steckdose verbunden ist. Es empfiehlt sich aber das Aufladen über den Computer, da so Inhalte synchronisiert werden können. eBooks können vom PC auf den eBook Reader verschoben werden und Buchkäufe lassen sich am Computer einfach besser tätigen.


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Tolino Shine 3 eBook Reader



Bücher kaufen

Bücher kauft manch einer ja aus dem Bauch heraus. Ich auch. Deswegen habe ich mir striktes Buchhandlungsverbot erteilt. Zur Sicherheit des Warenbestandes. Bei einem eBook Reader ist das Bauchgefühl etwas schwieriger zu beurteilen, denn in erster Linie surft man online und steht nicht am Bücherregal. Doch das geht natürlich auch. Geh einfach in eine Buchhandlung und suche ein Buch, das du lesen willst. Notiere dir den Titel, den Autor und die ISBN und kaufe dann zu Hause bequem das eBook, das meist weniger kostet.

Im Onlineshop

Im Onlineshop ein Buch zu kaufen, ist nicht schwierig. Je nach eBook Reader gibt es da zwar verschiedene Techniken, aber im Grunde läuft es immer gleich ab. Du loggst dich am Computer, Smartphone, Tablet oder eBook Reader in eine Buchhandlung im Internet ein und suchst nach einem Buch, das du lesen willst. Hast du eines gefunden, musst du darauf achten, dass du das eBook ausgewählt hast und nicht versehentlich das Hardcover bestellst. Dann gehst du zur Kasse und bezahlst. Anschließend kannst du das eBook herunterladen. Dazu hast du wieder verschiedene Möglichkeiten. Kaufst du direkt über deinen eBook Reader ein, lädt das Buch automatisch darauf und du kannst anfangen zu lesen. Kaufst du über den Computer ein, musst du vermutlich erst eine Verbindung zwischen deinem eBook Reader und dem Computer herstellen. Erst dann gelangt das Buch auf den Reader und du kannst es lesen.

Speziell der Tolino nutzt außerdem eine Cloud. Egal mit welchem Gerät du online ein eBook kaufst, du kannst es auf allen anderen Geräten, die damit verbunden sind, herunterladen und lesen und brauchst keine Verbindung mit anderen Geräten herstellen.

Bücher leihen in der Bibliothek

Nicht immer willst du ein Buch kaufen. Gut, dass es Bibliotheken und Freunde gibt, die dir Bücher ausleihen können. Das geht auch mit eBooks. Freunde können dir dabei zwar nicht helfen, aber Dienste im Internet und Bibliotheken schon.

Die Onleihe

Logo Onleihe
© divibib GmbH

Hast du einen Bibliotheksausweis und die Bibliothek nimmt an der Onleihe teil, nutzt du das gute alte Leihsystem und leihst dir ein Buch aus. Dazu musst du dich mit deinem Bibliotheksausweis bei der Onleihe deiner Bibliothek im Internet einloggen und kannst dann alle digitalen Versionen sehen, die diese eine Bibliothek besitzt. Was gerade ausgeliehen ist, kannst du erst ausleihen, wenn es wieder zurückgegeben wurde. Du kannst ein Buch, einen Film oder Musik vormerken, die Ausleihdauer verlängern oder das Buch vorzeitig zurückgeben. Alles so wie in der Bibliothek vor Ort. Bloß musst du nicht hingehen, sondern kannst all das bequem vom Sofa aus machen. Ist die Zeit der Ausleihdauer vorüber und du hast die Frist nicht verlängert, wird der Titel von selbst von deinem eBook Reader gelöscht. Du kannst ihn aber jederzeit erneut ausleihen und lesen.

Die Onleihe kostet nichts. Du brauchst aber einen Bibliotheksausweis, für den in der Regel eine Jahresgebühr fällig ist. Und natürlich kannst du dich in mehreren Bibliotheken anmelden, um eine größere Auswahl zu haben.

Angebote verschiedener Anbieter

Neben der Onleihe, die von den Bibliotheken angeboten wird, gibt es auch einige Dienste im Internet, die ähnliche Angebote haben. Amazon*, Nextory, Legimi oder Readfy bieten Abos an, für die du monatlich oder jährlich bezahlst und dann Zugriff auf digitale Bücher erhältst. Manche Anbieter setzen auf ein kostenloses Buch pro Monat, welches du behalten darfst. Andere geben die maximale Seitenzahl vor. Ich persönlich nutze keines dieser Angebote, aber sie sind dennoch erwähnenswert.


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Tolino Epos 2 eBook Reader



Bücher lesen

Papier und Druckerschwärze sind für Leseratten oftmals ein wichtiges Kriterium beim Lesen. Ein eBook Reader kann das nicht bieten. Wie also liest es sich mit so einem digitalen Gerät? Ich fasse das mal eben zusammen: gut, flexibel, leicht und überall.

Anpassungsmöglichkeiten

Was ich immer wieder besonders hervorheben kann, sind die flexiblen Einstellungen, die ein eBook Reader bietet. Diese hängen zwar vom Modell ab, aber allein die Tatsache, dass man die Schriftart und die Textgröße einstellen kann, ist viel Wert. Wer nicht so gut sieht, kann die Schriftgröße vergrößern. Wer eher dicke Finger hat und versehentlich auf die Seite des Displays tippt, was normalerweise zum Umblättern führt, der kann einen Seitenrand einstellen. Wie hell das Display beleuchtet werden soll, ist dem Leser überlassen. Und Lesezeichen kannst du jede Mange setzen, wenn du dir etwas merken willst. Gleichzeitig merkt sich der eReader, auf welcher Seite du beim letzten mal aufgehört hast. Öffnest du das eBook erneut, geht es genau an dieser Stelle weiter. Du musst gar nichts tun. Kleine Features, die ein normales Buch nicht hat. Dafür riecht es gut.

Die Bibliothek wächst unsichtbar

Bibliothek
Bild von StockSnap auf Pixabay

Wer sich eine Bibliothek aneignen will, der muss auch darauf nicht verzichten. Denn auf einen eBook Reader passen mehrere tausend Bücher. Natürlich kann man sich diese nicht ins Regal stellen. Aber wer nach einer Weile durch seine digitale Bibliothek scrollt, der kann sich von der Menge der Bücher überraschen lassen. Bloß die ausgeliehenen eBooks tauchen dort nicht auf, denn die musst du wieder zurückgeben.

Ein gedrucktes Buch zwischendurch ist sicher nicht verkehrt

Ich bin ehrlich, ganz ohne gedruckte Bücher geht es nicht. Nicht jedes Buch ist als eBook erhältlich und manchmal ist die gedruckte Version die bessere Wahl. Denn gerade Bilder und Kinderbücher wirken auf einem schwarz-weiß Display nicht besonders schön. Aber ein simpler Roman, Thriller oder ein Sachbuch ohne viel Schnickschnack kannst du problemlos auch auf einem eBook Reader lesen. Ich habe ihn in wenigen Monaten zu schätzen gelernt, meinen Tolino. Und ich denke, ich bleibe bei den günstigeren, digitalen eBooks. Solange ich dazwischen mal ein gedrucktes Buch zwischen die Finger bekomme, ist alles gut.


Beitragsbild von tolino media GmbH & Co. KG

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