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So wird das Mini Tiny House geheizt

Jetzt gerade schneit es. Draußen liegt seit gut einer Woche Schnee. Viel Schnee. Wir wissen hier alle gar nicht mehr, wohin wir ihn noch schippen sollen. Draußen ist es kalt. Die 0°C werden selten überschritten. Drinnen hingegen ist es mollig warm. So soll es auch im Mini Tiny House sein.

Ich habe keine große Wahl

Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe verschiedener Heizmöglichkeiten. Ein Holzofen, eine Öl- oder Gasheizung und eine elektrische Heizung sind wohl die gängigsten Varianten. Da ich baugenehmigungsfrei baue, ist mir jedoch vorgeschrieben, dass ich keine ortsfeste Feuerstätte haben darf. Ein Holzofen* fällt damit weg. Aber auch eine Gasheizung kommt nicht infrage. Selbst wenn ich dafür eine Gasflasche nutze, die in gewisser Weise mobil ist, so wird die Flamme eben doch ortsfest erzeugt. Natürlich könnte ich einen Gasheizstrahler* nutzen, aber der braucht viel zu viel Platz und scheint in einem so winzigen Haus wie meinem auch ein großes Sicherheitsrisiko darzustellen. Gleiches gilt für eine Ölheizung*. Die trägt man nicht mal eben woanders hin und diejenigen, die man tragen kann, brauchen wieder zu viel Platz. Für mich kommt darum nur eine Art der Heizung infrage. Eine, die mit Strom betrieben wird.

Mit Strom? Das ist doch viel zu teuer!

Elektrische Heizungen brauchen viel Strom, das ist korrekt. Und Strom ist vergleichsweise teuer. Gas oder Öl sind viel günstiger, aber in meinem Fall eben keine Lösung. Eine Stromheizung* kann sich jedoch sehr wohl lohnen, wenn man beispielsweise seinen eigenen Strom erzeugt. Ja, auf meinem Dach wird es Solar geben, insofern ist die Stromheizung nicht mehr ganz so teuer im Betrieb. Was jedoch viele Skeptiker komplett vergessen: ich wohne klein. Mein Häuschen hat gut 10 m2 inkl. Badezimmer. Das lässt sich schnell aufheizen. Die vorgeschriebenen Dämmwerte für Neubauten sind ebenfalls so gut bemessen, dass das Mini Tiny House lange warm genug bleibt, ohne ständig geheizt zu werden. Zusätzlich habe ich mich für eine äußerst effiziente Heizung entschieden.

Die Infrarotheizung

Infrarotheizungen gibt es in ihrem heutigen Aussehen noch nicht sehr lange. Aber sie sind bereits populär genug, um in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden zu sein. Dabei funktioniert die Heizung nach einem anderen Prinzip als andere Heizungen. Ein gewöhnlicher Heizkörper, ganz gleich, womit er betrieben wird, heizt sich auf und gibt die Wärme an die Raumluft ab. Eine Infrarotheizung* macht das auch, allerdings ist es lediglich ein Nebeneffekt. Die eigentliche Funktionsweise ist eine völlig andere.

Eine Infrarotheizung gibt Infrarotstrahlung ab. Daher auch der Name. Die Strahlen erwärmen alle Gegenstände und Lebewesen, auf die sie treffen. Und diese wiederum geben die Wärme an die Raumluft ab. Zwangsläufig wird auch die Infrarotheizung warm und gibt diese Wärme an die Raumluft ab. Der Clou an dieser Heizungsart ist, dass sie überall angebracht werden kann. Ganz klassisch kann man sie unter einem Fenster an die Wand montieren. Es gibt Spiegelinfrarotheizungen*, die zum Beispiel den Badezimmerspiegel ersetzen und gleichzeitig den Raum erwärmen. Auch als Wandbild* können diese Heizungen getarnt werden und so nicht nur Wärme abgeben, sondern auch gut aussehen. Sogar Infrarotheizungen mit integrierter Beleuchtung* finden sich auf dem Markt. Rein optisch machen Infrarotheizungen also einiges her.

Die Heizung gehört an die Decke

Was sich zunächst verrückt anhört, ist bei der Infrarotheizung absolut sinnvoll. Sie wird an der Decke montiert. Das ist kein Muss, in meinem Fall aber ausgesprochen praktisch. Und in jedem anderen Fall auch. Wie schon erklärt, so erwärmt die Strahlung der Heizung alles, worauf sie trifft. Die Infrarotstrahlen werden in erster Linie senkrecht von der Heizung abgegeben. Alles, was sich direkt vor der Heizung befindet, wird erwärmt. Hängt die Heizung an der Decke, so ist das der Fußboden. Dieser wird warm und gibt die Wärme an die Raumluft ab. Der Raum wird demnach von unten erwärmt, fast wie bei einer Fußbodenheizung*. Deswegen ist es auch so sinnvoll, eine Infrarotheizung an der Decke zu montieren. Weil sie dort besonders effektiv sein kann. Dies gilt aber nur, wenn die Wärmestrahlung auch tatsächlich auf dem Boden auftrifft. Angenommen, ein Tisch stünde unter der Heizung. Dann würde sich die Tischplatte aufheizen. Wer am Tisch sitzt, bekommt warme Hände. Unter dem Tisch hingegen bleibt es kalt, denn die Tischplatte blockiert den Weg der Strahlung. Warme Hände, kalte Füße.

Steht kein Hindernis im Weg, ist eine Infrarotheizung an der Decke jedoch die beste aller Lösungen für mich. Sie nimmt nämlich keinerlei Platz weg. Und auch wenn es sich dann anbietet, eine Heizung mit integrierter Beleuchtung zu wählen, so werde ich doch lieber auf eine separate Lampe* setzen. Nicht dass ich am Ende kein Licht habe, weil die Heizung mal kaputt ist. Oder umgekehrt.


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