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Wie wird das Tiny House von innen aussehen?

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Von außen betrachtet sehen die meistens Tiny Houses sehr interessant aus. Besonders diejenigen, die auf Rädern stehen, ziehen Blicke auf sich. Doch während das Äußere vor allem überraschend auf einen wirkt, ist das Innere das eigentlich Interessante. Denn in dem winzigen Haus muss man wohnen können. Und es soll sich nicht wie im Wohnwagen anfühlen, mit niedrigen Decken, wackelnden Räumen und kleinen Fenstern. Wie wird denn mein Tiny House von innen aussehen und wie plant man das?

Konkret und verbindlich gibt es nicht

Was dir klar sein sollte, ist, dass es keine verbindlichen Aussagen beim Bau eines Tiny Houses gibt. Natürlich brauchst du vorab Ideen und hast nicht so viel Spielraum, um während des Baus alles anders zu machen. Aber gerade was die Gestaltung des Innenraumes angeht, kannst du dich vorab nicht festlegen. Lediglich deine Wünsche kannst du berücksichtigen. Steht das Haus, können sich diese von einer Sekunde auf die andere ändern. Denn es ist eben doch klein. Und was im großen Raum toll aussieht, wirkt im kleinen Raum vielleicht gar nicht. Deswegen gilt beim Interieur nur eine Regel: Plane den Standort der Möbel – Sonst nichts.

Lass es größer wirken

Saal mit Säulen
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Es gibt auf minitinyhouse.de schon einen Artikel darüber, wie du kleine Räume größer wirken lassen kannst. Zusammenhängende Flächen, helle Farben und offene Räume helfen dabei. Entscheidend ist, dass du genau darauf achtest. Denn wirkt dein fertiges Haus erst mal klein, ist es schwierig, das zu ändern. Manch einer fühlt sich in einer kleinen Höhle mit jeder Menge Dekoration sehr wohl. Andere mögen das überhaupt nicht. Gehörst du zu denen, die es groß und offen brauchen, baue auf keinen Fall eng und dunkel. Im Nachhinein kannst du nur noch mit Farbe und Lampen arbeiten. Mehr Möglichkeiten bleiben dir nicht.

Lege ein Konzept für dein Tiny House fest

Bei der Planung eines eigenen Hauses kann man sich schnell in Details verlieren. An sich ist das auch wichtig, denn du hast eben wenig Spielraum, um spontan etwas zu ändern. Was du dennoch haben solltest, ist ein klares Farbkonzept. Es reicht, wenn du eine Farbe festlegst. Sei es die Farbe der Arbeitsplatte in der Küche, die Wandfarbe oder die farblichen Akzente, die du setzen willst. Lege eine Farbe fest. Sinnvoll sind dabei die Farben, die bereits beim Einbau feststehen. Besonders einzelne Möbel oder Fliesen werden noch in der Bauphase angebracht und sind für lange Zeit verbindlich. Mach dir aber keine Sorgen, wenn sie dir am Ende doch nicht gefallen. Möbel kannst du austauschen und Fliesen lassen sich streichen. Falls alle Stricke reißen, musst du nicht unglücklich bleiben. Es lässt sich nachträglich fast alles ändern. Aber es ist mühsam und manchmal auch teuer.

Gibt es spezielle Dekorationen, die du im Tiny House unterbringen willst?

Dekoration Katze
Bild von Ian Lindsay auf Pixabay

Es klingt absurd, aber die Wahl der Dekorationen spielt eine große Rolle. Auch schon vor dem Bau. Denn wenn du ein bestimmtes Motto oder einzelne Dekostücke unterbringen willst, musst du vor dem Bau bedenken, dass diese einen Platz brauchen. Und der soll vermutlich nicht in der Schublade sein. Ein Klavier, ein Gemälde, Fotos, die Steinsammlung der Kinder oder die alte Lampe brauchen Platz. Manchmal sogar sehr viel Platz. Darum musst du von Beginn an wissen, ob du sie wirklich mit ins Tiny House nimmst und dafür ein bisschen Raum brauchst, oder ob diese Objekte zu den Sachen gehören, die dann eben doch ausgelagert oder verkauft werden müssen. Mach aber bitte nicht den Fehler, diese wichtigen Stücke zu ignorieren und erst bei der Innengestaltung zu merken, dass der Picasso nun doch keinen Platz an der Wand hat.


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Motto

Vielleicht willst du auch ein Motto in deinem Tiny House verwirklichen. Maritime Farben und Dekorationen, eine Bücherhöhle, schlicht und elegant, Minimalismus pur oder alles grün wie im Gewächshaus. Auch für solch ein Motto musst du vorab überlegen, wie du es umsetzen kannst und ob es sich auf Wunsch ändern lässt. Immer dasselbe Motto im Raum zu haben, kann auf Dauer langweilig werden. Und wenn du saisonal dekorierst, kann es bei manchen Dekostücken zu Konflikten kommen. Nicht zu vergessen, dass du deine saisonale Dekoration irgendwo unterbringen musst. Der Plastiktannenbaum für Weihnachten passt vielleicht in den Bettkasten, aber der falsche, lebensgroße Weihnachtsmann nicht mehr. Und das Fischernetz soll gelegentlich durch etwas anderes ersetzt werden und dabei nicht im Weg herum liegen. Ein Motto reicht zwar, aber ein paar Alternativen, um Abwechslung ins Wohnzimmer zu bringen, sind auch nicht verkehrt.

Und was werde ich in meinem Tiny House machen?

Pflanzen im Gewächshaus
Bild von Pexels auf Pixabay

Wie schon gesagt, verbindlich kann ich nicht planen. Ich kann nur sagen, was mir gefällt und was ich gerne hätte. Das ist schnell gesagt. Weiße oder ähnlich helle Wände, Eiche für den Boden und die Arbeitsplatte und viele Pflanzen. Kräuter in der Küche, rankende Pflanzen an der Wand und ein Blumenbrett über Kopfhöhe. Hier und da ein paar größere Pflanzen, sodass ich ein bisschen das Gefühl habe, im Wald zu wohnen. Und dann möchte ich möglichst keine Läuse, Fliegen, Würmer und andere Schädlinge und Insekten daran finden. Das fände ich nämlich etwas unschön. Aber mehr als das, weiß ich noch nicht. Es soll natürlich und naturverbunden sein, mir aber auch Freiraum für spontane und saisonale Dekorationen lassen. Und natürlich Raum zum Wohnen. Ich will mich nicht ständig unter einem Bananenbaum hindurch ducken müssen und Tageslicht hätte ich auch gerne in meinem Tiny House.

Träumen, planen, umsetzen, flexibel bleiben

Es gibt also nur eine Regel bei der Innengestaltung eines Tiny Houses: bleib flexibel. Du solltest vorab ein Konzept haben, wie es im Tiny House aussehen soll. Vielleicht hast du sogar noch ein zweites oder drittes Konzept als Alternative. Halte aber nicht verbissen an Details fest und rechne damit, dass du am Ende nicht alles so umsetzen kannst, wie du es ursprünglich geplant hattest. Denke daran, wichtige Dekoelemente schon vor dem Bau zu berücksichtigen und ihnen einen Platz zu geben. Und ansonsten ist es besser, wenn du keine exakten Vorstellungen vom Interieur hast. Denn es kann sich sehr schnell wieder alles ändern.


Beitragsbild von Free-Photos auf Pixabay 

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