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Ein Klavier im Mini Tiny House

Ich bin immer wieder überrascht, was manch ein Tiny House Bewohner in seinem Tiny House unterbringt. Angefangen bei sechs Schlafplätzen, über Badewannen in Übergröße, Kinderzimmer und getrennte Arbeitsplätze, bis hin zur Couchlandschaft oder dem Fahrrad an der Wand. Wenn ich an Tiny Houses denke, dann denke ich an kleine Häuser, die nur das Nötigste beinhalten. Aber das muss gar nicht sein, wie die Praxis zeigt.

Weg mit dem Klavier? Auf keinen Fall!

Ich habe bereits berichtet, dass ich ein Mini Tiny House bauen werde. Ein besonders kleines Tiny House, das lediglich 12 m^2 Wohnfläche haben wird. Was ich bisher verschwiegen habe ist, dass ich es noch immer geschafft habe, auf jedem gezeichneten Grundriss mein Klavier* unterzubringen. Es handelt sich dabei um ein E-Piano, das nicht ganz so viel Platz benötigt, wie ein Standard-Klavier. Allerdings gehört mein E-Piano* auch eher zu der großen Sorte. Dass ich es wirklich unterbringen könnte, hätte ich selbst nicht gedacht. Aber es geht. Und dabei wäre ich bereit, mein Klavier durch eine kompaktere Version* auszutauschen, sollte das nötig sein. Scheinbar ist es das aber gar nicht. Jedenfalls nicht in der Theorie. Wer weiß, was ich denke, wenn der Tag des Einzugs gekommen ist.

Das nimmt doch viel zu viel Platz weg!

Ehrlich gesagt, bin ich mir aber gar nicht so sicher, ob ich den Platz nicht doch für andere Dinge brauche. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass mein Klavier sichtbar sein muss, sonst spiele ich nicht darauf. Ein Keyboard*, das man bei Gelegenheit aufbaut und nach dem Spielen wieder abbaut, nützt mir nichts. Nun habe ich nicht allzu viele Dinge, die ich in meinem Mini Tiny House unterbringen muss. Was in die Küche gehört, findet in den Küchenschränken Platz. Was ins Bad gehört, findet dort Platz – inkl. Klamotten. Was ich zum Arbeiten benötige, findet in der Arbeitsnische Platz. Damit bleiben nicht mehr viele Dinge, für die ich zusätzlichen Stauraum benötige. Bücher, Krimskrams und dergleichen kann ich in Regalen aufbewahren, die in der oberen Hälfte der Wand angebracht werden – also auch über dem Klavier. Und damit scheine ich zumindest theoretisch tatsächlich Platz für mein Musikinstrument zu haben. Klar, eine Gitarre wäre hier einfacher unterzubringen, aber ich spiele eben ein Tasteninstrument, das Platz braucht.

So oder so, bisher ist mir nicht eingefallen, was ich andernfalls mit dem Platz machen sollte, der durch das Klavier verloren geht. Sollte mir irgendwann auffallen, dass es doch noch Dinge gibt, die ich viel dringender unterbringen muss, dann brauche ich eine Lösung. Vielleicht wird es dann doch ein neues, schlankeres Klavier geben oder eines, das ich von der Decke absenken kann. Ich hatte sogar schon jemanden, der meinte, ich sollte das Klavier bei ihm ins Wohnzimmer stellen und dann täglich vorbeikommen, um ein wenig zu spielen. So geht es natürlich auch. Aber wenn es doch möglich ist, in meinem Mini Tiny House ein Klavier unterzubringen, dann wähle ich diese Lösung. Notfalls lasse ich das Bett weg. ;)


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