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"Das magische Aufräumbuch" von Inga Scheidt – Eine Rezension

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Wer plant, in ein Tiny House zu ziehen, der kommt um das Aufräumen und Ausmisten nicht herum. Was auf 100 m2 Platz findet, passt nicht automatisch auch auf 20 m2. Und längst nicht alles, was man besitzt, braucht man wirklich. Von den Dingen, die man ohnehin nie haben wollte, aber eben doch geschenkt bekommen oder leichtsinnigerweise gekauft hat, ganz zu schweigen. Doch Aufräumen und Ausmisten fällt eben nicht jedem leicht. Nicht jeder hat das Talent, loszulassen. Und die Lust dazu ist auch nicht immer da. Inga Scheidt hat dazu einen praktischen Ratgeber verfasst, der jeden beim Aufräumen und Entrümpeln begleitet. „Das magische Aufräumbuch“ kann also auch dich dabei unterstützen, Ordnung in deine Wohnung zu bringen – egal, wie groß sie ist.

Die richtige Haltung zu Dingen finden

Ich habe vor einigen Wochen die eBook-Version dieses Buches gelesen und ich muss sagen, es hat mir sehr gefallen und geholfen. Zu dieser Zeit war ich selbst zum ersten Mal dabei, mein Hab und Gut auszusortieren, um mir vor Augen zu führen, was ich im Tiny House unterbringen muss und was ich nicht behalten werde. „Das magische Aufräumbuch“ bietet passend dazu eine gute Struktur. Es klärt nicht nur darüber auf, warum wir manchmal an Dingen hängen, die uns eigentlich gar nicht gefallen. Es senkt den Blick auch auf das Wesentliche. Es ist in Ordnung, ein Geschenk nicht zu mögen. Und es ist auch gut, wenn man das sagt. Denn sonst bekommt man bei der nächsten Gelegenheit wieder etwas, das man nicht haben will. Und vor allem ist es in Ordnung, solche Geschenke zu entsorgen. Was soll man denn auch damit, wenn man sie für nichts nutzen kann, und sie einen eher bedrücken als erfreuen? Ein Gesichtspunkt, den ich noch nie betrachtet habe. Für mich stand vor der Lektüre fest, dass Geschenke gut durchdacht sind und ich sie nicht einfach loswerden darf. Jedenfalls nicht sofort. Aber im Grunde ist das bescheuert. Sie werden mir ja überlassen, gehören mir und so darf ich damit tun und lassen, was ich will. Und wenn mir der Sinn danach steht, das Geschenk in den Mülleimer zu werfen oder auf dem Flohmarkt zu verkaufen, dann ist das mein gutes Recht.


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Scheidt, Inga

Das magische Aufräumbuch: Loslassen, Ordnung schaffen durchatmen



Die richtige Herangehensweise an das Aufräumen

Frau mit Putzutensilien
Bild von klimkin auf Pixabay

Manchmal überkommt einen ein Aufräumfimmel. Und erfahrungsgemäß hält er nicht lange an. Oftmals ist die Lust schon wieder weg, wenn der Schrank komplett ausgeräumt ist, und alles wieder eingeräumt werden muss. „Das magische Aufräumbuch“ hilft dabei, eine Aufräumstruktur zu finden, die das Aufräumen der ganzen Wohnung über Tage oder Wochen hinweg ermöglicht. Und zwar so, dass man nicht völlig erschöpft und unglücklich ins Bett fällt, sondern jeden Tag einen kleinen Teil erledigt. Das Buch gibt sogar tolle Tipps, wie man gemeinsam mit anderen Spaß beim Ausmisten haben kann. Selbst Kinder dürfen mitmachen und kommen im Buch nicht zu kurz.

Und weil zum Ausmisten immer auch das Organisieren zählt, unterstützt dich "Das magische Aufräumbuch" dabei, die Wohnung ordentlich zu halten und eben nicht schon wenige Wochen nach dem Aufräumen wieder in Unordnung zu versinken. Tipps für Ordnung in Schubläden, Schränken und auf dem Schreibtisch sind ebenso vorhanden, wie Aufräumstrategien für das Kinderzimmer, den Keller und die Garage.

Mein Fazit

Auch wenn ich nur das eBook gelesen habe, welches rein optisch der gedruckten Version in Vielem nachsteht, so hat mich „Das magische Aufräumbuch“ von Inga Scheidt wirklich überzeugt. Das Buch ist ein echt hilfreicher und wunderschön gestalteter Ratgeber für alle, denen das Aufräumen, Ausmisten und Ordnung halten nicht so leicht von der Hand geht. Es motiviert aber auch alle, die selbst längst gute Techniken entwickelt haben, denen aber einfach manchmal die Lust fehlt. Die tollen Grafiken, die auch im eBook vorkommen, und die bunten Farben der gedruckten Version sorgen für gute Laune beim Lesen. Das Buch ist klar strukturiert, gut lesbar und beschäftigt sich mit allen Aspekten des Ordnunghaltens. Ich kann es jedem empfehlen, der zu Hause mal richtig durch seinen Besitz wüten möchte. Also nicht nur denjenigen, die ein Tiny House ihr Zuhause nennen (wollen), sondern auch allen anderen.

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