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Ein winziges Tiny House als Vorbild

Die meisten Tiny Houses sind einzigartig. Es gibt zwar einige Fertighäuser und viele Tiny Houses orientieren sich an Standards, die sich bewährt haben, aber dennoch sind die kleinen Häuser – zumindest was die Details angeht – einzigartig. Und das müssen sie auch sein, denn durch ihre Größe ist es besonders wichtig, dass sie auf die Bedürfnisse der Bewohner maßgeschneidert werden. Andernfalls funktioniert das Wohnen auf so engem Raum einfach nicht.

Vorbilder sind eine große Hilfe

Auch mein Tiny House wird einzigartig. Nicht nur, weil ich es selbst baue und sicher den ein oder anderen Balken schief einbaue oder mich irgendwo vermesse, sondern auch, weil ich eine individuelle Lösung für meine ganz persönliche Situation benötige. Das heißt aber nicht, dass es keine Vorbilder gibt, an denen ich mich orientieren kann. Natürlich gibt es in nahezu jedem Tiny House etwas, das man für das eigene Heim übernehmen kann. Vieles davon macht sich in Tiny Houses einfach bezahlt. Bei meinem winzigen Mini Tiny House kommen aber auch noch wirklich kleine Vorbilder dazu.

Zum Beispiel das Tiny House auf Rädern von Yunaë und Jonathan. Ihr Grundriss bietet 8 m2 Wohnraum mit zusätzlichem Loft. Das ist weniger, als ich zur Verfügung habe und dennoch ist ihr Tiny House bequem bewohnbar. Es wirkt keineswegs zugestellt und winzig, sondern groß und offen. Besonders angetan hat mir in ihrem Tiny House auf Rädern die Aufbewahrung in der Zwischendecke des Lofts. Die kleinen Fächer, die sich nach unten ausklappen lassen, bieten unheimlich viele Möglichkeiten zur Aufbewahrung. Möglicherweise kann auch ich diese Methode unterbringen, indem ich an einigen Stellen kleine Zwischenböden zur Aufbewahrung einziehe.

Ein weiteres Tiny House, das ich zwar so auf keinen Fall bewohnen möchte, mir aber Hoffnung gibt, alles unterzubekommen, ist das von Phil. Sein Micro Tiny House ist ebenfalls kleiner als meins und wirkt definitiv wie ein Wohnwagen. Exakt das ist es, was ich persönlich nicht für mich möchte. Ich möchte nicht durch enge kleine Gässchen kriechen, die durch die kleine Bauweise zwangsläufig entstehen. Mit 5 m2 Wohnfläche und ohne Loft bleibt Phil zwar wenig Spielraum, er nutzt ihn aber absolut sinnvoll, was mich wiederum motiviert, dass ich auf meinen etwa 12 m2 ebenfalls alles unterbringe, was ich benötige.

Das ultimative Mini Tiny House Vorbild

Das Tiny House von Peter Matheson ist es aber, was mich wirklich inspiriert. Es ist etwa so groß, wie meines sein wird, hat ebenfalls kein Schlafloft, dafür aber alles, was ein Tiny House braucht. Auch dieses Häuschen hat hier und da einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen und die ich ändern würde, aber dennoch passt alles zusammen. Das war es auch, was mich ursprünglich sehr positiv gestimmt hat, dass auch ich ein solches Mini Tiny House bauen kann und mich darin wohlfühlen werde. Denn das ist nach wie vor mein größter Zweifel. Werde ich mich auf so wenig Wohnraum wirklich gut fühlen?

Je mehr solcher kleinen Tiny Houses ich entdecke, desto zuversichtlicher werde ich, dass 40 m3 Wohnraum zwar wirklich nicht viel sind, dass man sie aber sehr geschickt nutzen kann, um sich weder eingeengt zu fühlen, noch auf Vieles verzichten zu müssen. Und an dieser Stelle sei erwähnt, dass es mir bisher noch auf jedem aufgemalten Grundriss gelungen ist, mein Klavier* in mein Mini Tiny House zu integrieren. Na, wenn das nichts ist …


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